Mythos: Eiweiß schädigt die Nieren?

Mythos: Eiweiß schädigt die Nieren?

Das ist der erste von vielen Artikeln, in denen wir unsere Leser über verschiedene Mythen aufklären wollen, die im Themenbereich Gesundheit verbreitet werden.

Heute widmen wir uns dem Thema Eiweiß. In nächster Zeit werden viele Artikel zum Thema Ernährung folgen, da die Ernährung eine der wichtigsten Prinzipien für Gesundheit ist. Jeder muss Folgendes verstehen: Unser Körper muss aus den Dingen, die wir täglich essen, alle essenziellen Stoffe beziehen können, wenn das nicht der Fall ist, wird sich das irgendwann bemerkbar machen. Vielleicht schon morgen, nächste Woche oder in 10 Jahren.

Eiweiß. Wenn wir das Wasser unseres Körpers außen vorlassen würden, würde die Trockenmasse unseres Körpers von unserem körpereigenen Eiweiß, angeführt werden. Eiweiß ist in letzter Zeit wieder häufiger in den Medien. Warum? Weil immer mehr Studien darauf hinweisen, dass unsere Ernährungspyramide völlig auf den Kopf gestellt werden müsste. Einen Eiweißshake haben vor ein paar Jahren nur Bodybuilder getrunken und nicht beispielsweise Kinder oder 45-jährige Frauen mit rheumatischen Symptomen. Die Vorteile, die ein hoher Eiweißwert im Blut mit sich bringt, werden wir in einem anderen Artikel beschreiben.

Hier geht es um den Mythos, dass Eiweiß die Nieren schädigen soll. Eine Aussage, die nicht nur durch die Medien getrieben, sondern auch von Ärzten, noch oft so getätigt wird. Eine der wichtigsten, wenn nicht die wichtigste Funktion der Nieren, ist das Reinigen unseres Blutes. Der Filter unserer Nieren ist die Basalmembran, die aus Kollagen besteht. (Kollagen = Eiweiß). Kann Eiweiß also Eiweiß zerstören? Nein. Diabetes ist der Hauptgrund für die Schädigung unserer Nieren. Zucker schädigt also unsere Nieren.  Eine gesunde Niere kann nicht zu viel Eiweiß zu sich nehmen. Selbst Diabetiker können Eiweiß zu sich nehmen, das ist auch notwendig, da sonst das Immunsystem extrem geschwächt wird. Eine spezielle Aminosäuren-Anordnung macht die Eiweißaufnahme für Diabetiker möglich: Amino MAP. Diese Anordnung ermöglicht eine niedrige Stickstoffbelastung für die Niere und enthält alle essentiellen Aminosäuren.

Findet eine Überlastung statt, wenn zu viel Eiweiß gegessen wird?

Wenn man mehr Eiweiß isst, muss die Niere mehr Arbeit leisten, das heißt aber nicht, dass sie damit überlastet ist. Ein Muskel, der immer neue Reize bekommt, weil er mit mehr Gewicht trainiert wird, wächst auch mit seinen Aufgaben. Er passt sich der Situation an. Genauso funktioniert es auch bei unseren Nieren.

Warum können sich die Nierenwerte im Blut, bei hoher Eiweißzufuhr trotzdem erhöhen?

Wenn das der Fall ist, muss darauf geachtet werden, welche Art von Eiweiß gegessen wird. Tierische Eiweiße haben z.B. einen höheren Omega 6 als Omega 3 Wert. Omega 6 begünstigt vermehrt Entzündungen und Gefäßwandverkalkungen. In diesem Fall sollte entweder weniger Protein mit Omega 6 Quellen gegessen werden, oder dafür mehr mit Omega 3 Gehalt. Z.B. weniger Fleisch, mehr Fisch.

Interessanter Fakt an dieser Stelle

Das Volk der Inuit ist dafür bekannt, hohe Mengen an Eiweiß zu sich zu nehmen. Gegessen werden bis zu 10 Pfund Fleisch am Tag. Der gesunde Grenzwert des Harnstoff-Stickstoffes liegt bei 50. Die Inuit haben deutlich höhere Werte, Nierenerkrankungen kommen in ihrer Gesellschaft aber trotzdem nicht vor.

Eine Metaanalyse von 2012 hat 74 (!) Studien zum Thema mehr Eiweiß- oder weniger Eiweiß-Aufnahme analysiert. Mit folgendem Ergebnis:

Der Vergleich von eiweißreicher zu eiweißarmer Ernährung, zeigt keinen Unterschied der Nierenfunktion. Die eiweißreiche Ernährung zeigte jedoch positive Effekte auf die Faktoren Adipositas, Blutdruck und Blutfette.

Die Nieren zu schützen ist also ganz einfach.

Prinzip 1: Ernährung

Eine Ernährung mit wenig Kohlenhydraten, um nicht das Risiko für Krankheiten wie Diabetes weiter zu erhöhen. Das ist der Grund: Eine Aufnahme eines Kohlenhydrates führt zu einem Anstieg der Insulinproduktion. Das Hormon Insulin fördert den Transport des Blutzuckers in die Zellen und blockiert gleichzeitig den natürlichen Fettabbau. Zu empfehlen ist eine zucker-und kohlenhydratarme Ernährung mit einem hohen Anteil an Obst, Gemüse, Eiweiß und gesunden Fetten. Nicht zu vergessen, ist eine tägliche Wasserzufuhr von mindestens 2-3 Litern.

Prinzip 2: Bewegung

Von Diabetes sollte man wortwörtlich „davonlaufen“! Tägliche Bewegung an der frischen Luft für ca. 30 Minuten ist ein Muss. Im besten Fall, sollte im sauerstoffreichen Bereich gelaufen, oder zügig gegangen werden.

Der Nephrologe und Generalsekretär der Deutschen Transplantationsgesellschaft, Bernhard Banas im Spiegel Interview:
„Viele Fälle sind schicksalhaft, aber der Diabetes Typ 2 nimmt Jahr für Jahr zu, weil die Bevölkerung immer dicker wird und sich falsch ernährt. Die daraus folgende diabetische Nierenerkrankung gehört zu den Hauptgründen dafür, dass Menschen zur Dialyse müssen. Eine wichtige Vorbeugung wäre es, sich körperlich zu bewegen.“

Prinzip 3: Die essenziellen 47 Vitalstoffe

Siehe Artikel 47 Vitalstoffe! Hier weiterlesen

Quellen:

Eur J Clin Nutr. 2012 Jul;66(7):780-8. doi: 10.1038/ejcn.2012.37. Epub 2012 Apr 18.Effects of higher- versus lower-protein diets on health outcomes: a systematic review and meta-analysis.Santesso N1, Akl EA, Bianchi M, Mente A, Mustafa R, Heels-Ansdell D, Schünemann HJ.

Am J Kidney Dis. 2004 Dec;44(6):950-62.High-protein diets: potential effects on the kidney in renal health and disease.Friedman AN1.

DER SPIEGEL 35/2010

Strunz, Jopp, 2004 | Die Protein-Diät

Peter Sallaberger
Zertifizierter Neuromentaltrainer | Humanenergetiker | Therapeut für Bioenergetik, Kinesiologie, Holopathie und Frequenztherapie

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